Freitag, März 08, 2002

Wei�er Tee - Exklusives f�r Genie�er

Er gilt als edelste Tee-Sorte der Welt und tr�gt geheimnisvolle Namen wie "Wei�e Pfingstrose", "Wassergeist" oder "Silbernadel". Die Rede ist vom Wei�en Tee. Das edle Getr�nk ist zurzeit in aller Munde, und das zu Recht.

Schon im 11. Jahrhundert vor Christus hatte es das s��-liebliche Aroma den Kaisern Chinas angetan: die kostbaren Teebl�tter galten als unverzichtbare Zutat f�r ein Elixier, das zur Unsterblichkeit verhelfen sollte. Mythen und Legenden zufolge soll wei�er Tee lebensverl�ngernde Kr�fte besitzen.

Was ist Wei�er Tee?

Den Knospen - genauer gesagt dem silbrigen, seidenartigen Flaum, der sie umgibt - verdankt wei�er Tee seinen Namen. Seine besondere Qualit�t liegt in der Auswahl der Bl�tter und deren Verarbeitung. Nur die unge�ffneten Blattknospen des Teestrauchs eignen sich f�r den Tee. Sie werden einzeln per Hand gepfl�ckt, f�r ein Kilo Tee sind rund 30.000 Knospen notwendig. Auf gro�en Trockengestellen werden die Knospen bei schwachem Tageslicht luftgetrocknet. Danach kommen sie in gro�e K�rbe, werden kurz erhitzt und trocknen noch einmal an der Luft. Durch die besonders schonende Verarbeitung erh�lt der wei�e Tee seine exklusive Note. Angebaut wird der wei�e Tee in den hohen Bergregionen der chinesischen Provinz "Fujian". Am verbreitetsten ist Pai Mu Tan, zu deutsch wei�e Pfingstrose, ein gro�bl�ttriger Tee; die hochwertigste Sorte ist der Yin Zhen, zu deutsch Silbernadel oder auch Silvery Pekoe, eine sehr spezielle Pfl�ckung ausgew�hlter Knospen, die sorgsam verarbeitet werden. F�r Yin Zhen, die Spitzenqualit�t, werden nur besonders sch�ne, aromatische Triebe des Big White Tea Bushs gepfl�ckt.

Gesundheit trinken

Wei�em Tee sagt man schon l�nger zahlreiche gesundheitsf�rdernde Eigenschaften nach. Das besondere ist der hohe Gehalt an Polyphenolen. Aktuelle Forschungen wollen jetzt sogar belegen, dass wei�er Tee bis zu 100 Prozent effektiver ist und dreimal mehr Polyphenole besitzt als gr�ner Tee. Polyphenole enthalten hochwirksame Antioxidantien, die freie Radikale unsch�dlich machen und so das Immunsystem st�rken. Und: Ebenso wie gr�ner und schwarzer Tee wirkt auch der "Kaiser unter den Tees" anregend und f�rdert die Konzentration.

Das Aroma

Doch nicht nur wegen gesundheitlicher Aspekte steht wei�er Tee hoch im Kurs bei deutschen Teefans, denn gerade wegen seinen unverwechselbaren leichten Aromen sind Silbernadel (Yin Zhen) und Silberdrache (Yin Long) begehrte Tee-Rarit�ten. Da wei�er Tee nicht bitter wird, k�nnen die Bl�tter in der Kanne bleiben - und sogar ein zweites Mal mit hei�em Wasser aufgegossen werden.

Tee auch f�r Menschen mit Gicht?

Da im Tee auch purinartige Verbindungen - Koffein und Theophyllin - enthalten sind, wird Patienten mit Hyperurik�mie und Gicht h�ufig empfohlen, den Teekonsum einzuschr�nken oder g�nzlich auf Tee zu verzichten. Daf�r gibt es aber keinen Grund, denn Koffein und Theophyllin werden nicht zu Harns�ure abgebaut, da sie wasserl�slich sind. Sie werden daher problemlos ausgeschieden. Gichtkranke m�ssen also nicht bef�rchten, durch Tee ihren Harns�urespiegel anzuheben. Sie k�nnen das anregende Getr�nk auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen genie�en.

Quelle: www.teeverband.de